Dickbeschichtung

In : Baustoffe, Posted by on 08.02.2011

Bei nahezu jedem Bauwerk, das über einen Keller verfügt, wirkt auf die Außenwände Feuchtigkeit ein. Diese Feuchtigkeit kann unterschiedlicher Herkunft sein, von der einfachen Bodenfeuchte bis zum Grundwasser. Eine vom Grundprinzip schon in der Antike bekannte Methode, ein Bauwerk nachhaltig mit einem Schutz gegen Feuchtigkeit zu versehen ist eine Dickbeschichtung.

Die Dickbeschichtung besteht heute aus einer Mischung von Kunststoff und Bitumen. Der Kunststoffanteil verleiht dem Werkstoff ein gewisses Maß an Elastizität. Hierdurch wird verhindert, dass die Dickbeschichtung, zum Beispiel bei geringfügigen unschädlichen Setzungen des Bauwerkes, Risse bekommt.

Die Dickbeschichtung wird von außen auf die Teile eines Bauwerkes aufgebracht, die in direktem Kontakt zum Erdreich stehen. Das Auftragen der Schicht erfolgt heute, im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen teerhaltige Produkte verwendet wurden, im kalten Zustand. Während des Auftragens muss darauf geachtet werden, dass die zu behandelnde Fläche trocken ist. Anderenfalls wird kein dichter Verbund mit der Wand hergestellt, wodurch die Dichtigkeit der Beschichtung später gefährdet wäre.

Dickbeschichtungen werden mit dem Spachtel aufgetragen oder mit der Rolle verteilt. Es gibt auch Dickbeschichtungen, die auf die zu schützende Fläche aufgespritzt werden. Die Dicke einer Dickbeschichtung kann variieren, sie wird in Abhängigkeit von den Erfordernissen des Einzelfalles festgelegt und kann bei zu erwartender hoher Beanspruchung bis zu 0,5 Zentimeter betragen.

Um Dickbeschichtungen vor Beschädigungen, etwa durch scharfkantige Gegenstände, Steine oder auch Temperaturbeanspruchungen zu schützen, werden sie mit einer zusätzlichen Schutzschicht oder Schutzabdeckung versehen.

Dickbeschichtungen aus Bitumen bilden einen grundlegenden und ausgesprochen wirkungsvollen Schutz gegen von außen auf den Keller eines Gebäudes einwirkendes Wasser.

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